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Sport Lisboa e Benfica vs C.D. Nacional da Madeira

  1. Datum 02.02.2008, 21.15 Uhr
  2. Ort Lisboa
  3. Stadion Estádio da Luz » Besuchte Spiele
  4. Liga 1. Liga Portugal
  5. Ergebnis 0 : 0 (0 : 0)
  6. Zuschauer 31.694
Das Jahr noch jung, keine Lust auf Arbeit und die Erinnerungen an Ägypten noch viel zu real, konnte es auf die Frage vom Ritter "Bock auf Portugal am 2./3.2.?" nur eine Antwort geben. Wenige Tage später wurde der Urlaubstag bewilligt und der Flug gebucht. Schlussendlich sollten Ritter und ich nicht allein fliegen, da sich Sven und Thomas auch ein "Endlich-wieder-raus-aus-dem-tristen-Alltag-Wochenende" gönnten. Bekanntlich heißt es: "Morgenstund hat Gold im Mund" (man, war ich reich!) und so trafen sich am 2.2. früh um halb vier die zwei (noch) Kreishauptstädter zum Ritt nach Dresden. Kurz vor 4 Uhr das Auto abgestellt, am Treffpunkt Stellung bezogen, der guten Zeitungsverkäuferin beim Aufbau ihres Standes zugeschaut und Thomas mit seinem treuen (Ge)Pferd begrüßt. Aber 3 sind nicht 4 und so hieß es weiterhin warten. 10 Minuten später als geplant konnte dann auch die Überfahrt gen Norden beginnen und mit Befahren der Autobahn machte ich den Fisch. Da um diese Uhrzeit auf der Straße noch nicht viel los war, konnte Avier schneller als gedacht seine für drei Tage reservierte Box in Anspruch nehmen und wir das Terminal des Schönefelder Flughafens überpünktlich betreten. Für 50 Cent erwarb man noch schnell zwei kleine, durchsichtige, wieder verschließbare Tütchen für die Reinigungsutensilien und ärgerte sich umso mehr, dass man die große (geschenkte!) Tüte aus London verloren hatte. Nice Greetings from Tel Aviv.

7.05 Uhr, der easyjet-Flieger hebt ab Richtung Lisboa (sprich: Lischboa). Nach ruhigem Flug ohne Turbulenzen, mit Spitzenblick auf die Pyrenäen und spektakulärem Anflug über der Innenstadt, erreichten wir unser Ziel 9.45 Uhr (Achtung: GMT). Einzig und allein die Rüdiger vermochte den Flug zu stören. Ach so, ihr kennt sie nicht? Sie ist ca. 190 cm groß, hat schulterlanges, blondes Haar und gezupfte Augenbrauen. Ihr wollt noch mehr? Strähnchen ihrer fettigen Haarpracht klemmte sie hinters Ohr (besaß dazu eine halbe Platte). Ihr Gesicht bestand aus Grübchen und Falten, welche sie versuchte, unter einen 3-Tage-Bart zu verstecken, wedelte die ganze Zeit mit ihren Armen, als trage sie eine Handtasche und ihre Stimme ist vergleichbar mit der eines Kindes plus einer extra Heliumeinnahme. Sie ist gefangen im falschen Körper und arbeitet für die Fluggesellschaft. Als wäre das noch nicht genug, brachte sie auch noch ihre kleine Schwester Florian mit und nun versuchten sie zu zweit, Teddybären an Mann zu bringen, mit Sätzen wie: "Haben Sie keine Scheu mich anzusprechen." Nicht nur uns wurde anders… aber Sven hatte das Pärchen lieb gewonnen. Nach kurzem Check des Standortes unserer Bleibe für die nächsten zwei Nächte entschieden wir uns für eine Busfahrt ins Herz der Altstadt (Einzelfahrt kostet 1,35 EUR). An der Haltestelle Rossio (steht im Allgemeinen für einen großen Platz) entstiegen wir dem Gefährt. Die letzten Meter zum Easy-Hotel, welches zwischen dem Praça de D. Pedro IV. (Rossio) und dem Praça do Comércio liegt, direkt in der barocken Unterstadt Baixa, liefen wir. Nach dem Einchecken stand bei sonnigen 20° C eine kleine Kulturrunde auf dem Programm. Das Besteigen des Kastells erwies sich als schwierig und als auch noch Eintritt verlangt wurde, entschieden wir uns an der Miradouro de Santa Luzia, dem populärstem Aussichtsplatz in Lisboa, eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Bergab ging es dann an der Sé Patriarcal, der ältesten Kirche der Stadt vorbei. Zurück zum Rossio erblickten unsere Augen noch den Elevador do Carmo, welcher die Unterstadt und Oberstadt miteinander verbindet. Konstruiert wurde er ganz nebenbei von einem Schüler des Ingenieurs Gustave Eiffel und vom Rossio aus entdeckte ich dann auch noch die Ruine der Igreja do Carmo. Mit dem Kauf von Lebensmitteln endete der kulturelle Teil und wir begaben uns zurück ins Hotel, war ja noch Zeit bis zum Spiel.

Zwei Stunden vor Kickoff bewegten wir unsere müden Körper zur Metrostation Baixa-Chiado und fuhren für ganze 75 Centimos zur Haltestelle Colégio Militar/Luz. An der Bilheteira schnell die billigste Karte viermal gekauft (Oberrang in der Ecke für 20 Zacken) und ab ins Estádio Da Luz, der Spielstätte von Benfica. Von Außen hat es durch die Bogenbänder etwas von Stuttgart, aber im Stadion… ist es genau das Gleiche wie bei Arsenal. Juhu... Gäste fanden sich keine ein, um ihre Mannschaft zu unterstützen und auf Heimseite stand ein ca. 100- Mann-Mob, welcher aber mit Stimmung heute nichts am Hut hatte. Mitte der zweiten Halbzeit lenkten die Jungs dann doch unsere Blicke mit ein wenig Pyro auf sich. Insgesamt vier Bengalen (davon flogen zwei aufs Spielfeld), ein wenig roter Rauch, ein Rauchtopf in orange und zwei Böller ergaben eine nette 3-Minuten-Unterhaltung. Zum Spiel: War das Fußball? Ich glaube nicht. Nicht erwähnenswert und so wurde das ganze Spiel über Gott, Dippold und die Welt philosophiert. Wusstet ihr, dass Ritters größter Wunsch ist, einmal mit Pepe 'ne BoWu an der Tanke zu essen? Jetzt schon. Mit der Metro ging es dann wieder Richtung Bett.

scooby

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