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Das sind die größten Stadien im Osten Deutschlands

Der Fußball im Osten Deutschlands hat eine lange Tradition. Zwar konnte er seit der Wende lange Zeit nicht an frühere Erfolge anknüpfen, die Fans sind ihren Vereinen allerdings treu geblieben. So ist es keine Besonderheit, wenn beispielsweise zu einem Spiel der Regionalliga Nordost mehrere tausend Zuschauer kommen. In den großen Zeiten des 1. FC Magdeburg, FC Carl Zeiss Jena, SG Dynamo Dresden oder 1. FC Lok Leipzig waren es zehntausende begeisterte Fans. Dementsprechend gibt es auch heute noch eine Vielzahl toller historischer Stadien im Osten der Republik. Wir stellen die größten Arenen vor. Wenngleich geographisch natürlich auch im Osten gelegen, bleibt das Olympiastadion in Berlin hier außen vor.

Ein Blick zurück - Das „alte Zentralstadion“
Das alte Zentralstadion war jahrelang das größte Stadion Deutschlands. Von seiner Eröffnung 1956 bis zum Start des Umbaus Ende 2000 galt es neben legendären Arenen wie dem Camp Nou in Barcelona oder dem Wembley Stadion in London auch als eines der größten Stadien der Welt. Bis zu 100.000 Menschen fanden im dem Rund Platz. Deshalb trug es auch den ehrenvollen Namen „Stadion der Hunderttausend“. Neben Fußball-Länderspielen und wichtigen, vor allem internationalen Partien des 1. FC Lokomotive Leipzig fanden im Zentralstadion auch andere Wettkämpfe statt, so unter anderem das Turn- und Sportfest der DDR, Radsportveranstaltungen oder Leichtathletik-Wettbewerbe. Im Hinblick auf die WM 2006 entschieden sich die Verantwortlichen zu einem Umbau, der allerdings einem Neubau gleichkam.

Das „neue Zentralstadion“ oder die Red Bull Arena
Nachdem feststand, dass die WM 2006 in Deutschland ausgetragen werden würde, sollten natürlich auch einige Spiele im Osten des Landes stattfinden, Da eine Modernisierung des in die Jahre gekommenen Zentralstadions allerdings ähnlich viel gekostet hätte, wie ein kompletter Neubau, entschied man sich für die zweite Variante. Das neue Zentralstadion fasst knapp 45.000 Zuschauer und ist als reines Fußballstadion konzipiert. Während in den ersten Jahren der FC Sachsen Leipzig in dem Stadion spielte, ist es seit 2010 die Heimstätte von RB Leipzig. Mit RB stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass wieder ein deutscher Meistertitel in die sächsische Messestadt geholt wird. Bei Betway gehören die Bullen mit einer Sportwetten Quote von 17,00 zum Favoritenkreis auf die Schale (Stand: 10.11.). Etwa 40.000 Zuschauer wollen im Durchschnitt ein Bundesliga-Spiel sehen. Wenn Spitzenvereine, wie der FC Bayern München oder Borussia Dortmund in der Stadt gastieren, ist die Red Bull Arena restlos ausverkauft.

Die Kultstätte - Das Rudolf-Harbig-Stadion
Auch wenn Dynamo Dresden seit Jahren nicht mehr in der ersten Liga spielt und die großen Erfolge schon Jahrzehnte zurückliegen, stehen die Fans nach wie vor zu ihrem Verein. Aus diesem Grund gehört das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden zu den stimmungsvollsten Fußballtempeln in Deutschland. Vor allem bei Lokalderbys verwandeln die schwarzgelben Fans das Stadion in einen Hexenkessel. Mit derzeit knapp 32.000 Plätzen ist es das zweitgrößte Stadion in Ostdeutschland. 1951 wurde es auf dem Areal der ehemaligen Ilgen-Kampfbahn eingeweiht. Im Jahr 1957 wurde das Stadion zur Heimstätte der SG Dynamo Dresden. Nach der politischen Wende wurde das Stadion immer wieder modernisiert, konnte aber den gewachsenen Anforderungen nicht mehr Stand halten. Im Jahr 2007 startete der Neubau der traditionsreichen Sportstätte. Das neue Stadion wurde am 15. September 2009 mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 eröffnet. Seit 2018 trägt es auch wieder den traditionsreichen Namen Rudolf-Harbig-Stadion.

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Vom Ernst-Grube-Stadion zur MDCC-Arena
Auch Magdeburg kann auf eine lange Europapokalhistorie zurückblicken. Höhepunkt dürfte wohl zweifelsfrei der Sieg des Europapokals der Pokalsieger 1974 sein. Damals trug der 1. FC Magdeburg seine Heimspiele noch im Ernst-Grube-Stadion aus. An gleicher Stelle wurde 2005/2006 das Heinz-Krügel-Stadion errichtet. Schon zu DDR-Zeiten fanden über 25.000 Menschen in dem Stadion Platz. Seit dem Neubau sind es sogar knapp 30.000. Der 1. FC Magdeburg trägt hier seine Heimspiele aus. Zwar konnte auch der FCM bisher nicht an die großen Erfolge aus den DDR-Zeiten anknüpfen, allerdings halten die Fans ihrem Verein weiterhin die Treue. So zählt Magdeburg weiterhin zu den populärsten Vereinen im Osten. Neben Fußball werden in der MDCC-Arena hin und wieder auch andere Wettkämpfe ausgetragen – so der German Bowl XXXIII im Jahr 2011.

Das Ostseestadion der Hansa
Hansa Rostock gehört ebenfalls zu den großen Vereinen in Ostdeutschland. Das Ostseestadion hat schon so manches legendäres Spiel erlebt. Das ursprünglich 1951 eröffnete Stadion wurde zur Jahrtausendwende neu errichtet und verfügt seitdem über 29.000 Plätze. Im Ostseestadion haben die Fans von Hansa Rostock schon einige Auf- aber auch Abstieg mitgemacht. Nicht zuletzt aus diesem Grunde gehört es, auch wenn es nicht das größte Stadion ist, zu den traditionsreichsten Arenen Deutschlands. Auch die Band Rammstein gab sich hier schon die Ehre.

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Die Stadien in Ostdeutschland blicken auf eine lange Tradition zurück, die sich nicht auf die hier genannten großen Fußballtempel beschränkt. So stehen beispielsweise auch das Bruno-Plache-Stadion und der Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig, das Stadion an der Alten Försterei und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin, das Kurt-Wabbel-Stadion (Erdgas Sportpark) in Halle, das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena oder das Steigerwaldstadion in Erfurt für Emotionen und unvergessliche Fußballmomente.

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